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Mit Wärme kühlen

Neuigkeiten 24. Juni 2015

Als Systempartner der Firma Ritter war CADCON für die Planung und Errichtung einer neuen KWK-Anlage verantwortlich, die nicht nur Strom erzeugt, sondern auch gleichzeitig zur Kühlung bei der Kunststoffproduktion dient. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Anlage deckt rund ein Drittel des Energiebedarfs des Kunden ab. Die Planungen für ein weiteres BHKW-Modul sind bereits angelaufen. Die Ritter GmbH mit Hauptsitz in Schwabmünchen wurde 1965 gegründet und hat sich in den 50 Jahren ihres Bestehens weltweit einen Namen gemacht für hochwertige Kunststoffprodukte aus den Bereichen Kartuschen, Medizintechnik und Garten- und Landschaftsbau. Nachhaltiger Umweltschutz ist ein wichtiges Thema bei Ritter. Dies betrifft sowohl den Einsatz schadstofffreier und nach Möglichkeit biologisch abbaubarer Kunststoffe als auch die Energieeffizienz. So wurde beispielsweise das vollautomatische Energieleitsystem für Licht, Lüftung und Wärme im neuen Produktionsgebäude für den LEW Innovationspreis 2013 nominiert. Es lag also nahe, dass man bei Ritter über eine weitere Optimierung der Energieversorgung nachdachte. Ein passender Partner für die Planung und Umsetzung war mit dem Technologiedienstleister CADCON schnell gefunden. Eckhard Kühn, Projektleiter im Geschäftsbereich Energie- und Umwelttechnik, zur Ausgangslage: „Die Voraussetzungen bei Ritter waren optimal: Da beim  Kunststoffspritzguss nicht nur viel elektrische Energie benötigt wird, sondern auch Kälte zur Kühlung, bot sich die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, kurz KWKK, an.“ Höchst effizient: Aus Gas wird Strom, Wärme und Kälte Bei der für Ritter entwickelten KWKK-Anlage wird die Abwärme der beiden zur Stromerzeugung eingesetzten Gasmotoren (2 × 530 kWel) nicht nur als Heizwärme genutzt, sondern auch zur Kühlung im Produktionsprozess. Hierzu wird ein großer Teil der Abwärme (bis zu 84 %) mithilfe einer Absorptionskältemaschine in Kälte umgewandelt. Positiver Nebeneffekt: Auf die bisher praktizierte Entnahme einer nicht unerheblichen Menge von Grundwasser für den Kühlprozess kann zukünftig verzichtet werden. „Auf dem Weg von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme waren natürlich schon einige Herausforderungen zu meistern – sowohl technisch als auch im Umgang mit den genehmigenden Ämtern und Behörden“, fasst Geschäftsführer Ralf Ritter seine Erfahrungen zusammen. Aber zusammen mit dem Systempartner CADCON ließen sich alle Stolpersteine aus dem Weg räumen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund ein Drittel des Energiebedarfs am Standort kann heute mit selbst erzeugtem kostengünstigen Strom abgedeckt werden, der zusätzlich noch staatlich gefördert wird (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz). Dies schlägt sich nicht nur positiv in der Bilanz des Unternehmens nieder, sondern kommt auch der CO2-Belastung der Umwelt zugute. Kein Wunder also, dass die Planungen bei Ritter und CADCON für ein weiteres BHKW-Modul bereits angelaufen sind.